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Orchidee


Die Orchidee

Über 25 000 verschiedene Arten Orchideen gibt es weltweit. Die meisten Orchideen sind ganzjährig im Handel und zur meist bekanntesten Sorte zählt die Phalaenopsis. Der Name Phalaenopsis ist vom griechischen "phalaina" abgeleitet. "phalaina" = Motte, Schmetterling; "opsis" =ähnlich
Die Heimat der Orchideen ist der Regenwald. Dort wachsen sie auf Bäumen, von denen sie sich aber nicht ernähren. Früher wurden Orchideen in den Wäldern gesammelt. Nach langen Schiffsfahrten gelangten sie nach Europa, wodurch sie sehr teuer waren, aber auch etwas ganz besonderes. Heute gibt es moderne Zuchtverfahren, und nach etwa 4 Jahren gelangen die gezüchteten Orchideen in den Handel. Orchideen benötigen einen hellen Standort, ohne starkes, direktes Sonnenlicht. Am Besten eignen sich Ost- und Westfenster. Günstig sind für die meisten Arten 18-20 Grad. Zugluft und Temperaturschwankungen sind zu vermeiden, da sie Knospenfall verursachen. Pflanzen, die zu lange im Dunkeln gestanden haben, neigen ebenso zu Knospenverlust.
Die Pflanzen sollten ein- oder zweimal wöchentlich mit Wasser in Zimmertemperatur gegossen werden. Eine andere Möglichkeit ist es, die Orchidee zu tauchen. Das Gießwasser darf nicht im Topf stehen. Die häufigste Todesursache ist nämlich Staunässe. Es sollte auch kein Wasser auf den Blättern zurückbleiben, da es dadurch zu Fäulnis kommen könnte. Orchideen nehmen die Nährstoffe nicht nur aus dem Wasser, sondern auch aus der Luft. Ihre Wurzeln nennt man auch Luftwurzeln. Diese hängen über dem Kulturtopf und sollten nicht entfernt werden. Orchideen wachsen nicht in Blumenerde. Sie benötigen ein spezielles Substrat, das hauptsächlich aus Pinienrinde, Torf und Styropor besteht. So bekommen die Wurzeln Luft und faulen nicht.
Alle zwei Jahre sollten sie in frisches Substrat umgetopft werden. Während des Wachstums, von etwa Frühling bis Herbst, mögen Orchideen Dünger. Allerdings sind sie gewöhnt, mit wenig auszukommen. 1 bis 2 mal im Monat kann gedüngt werden. Besteht kein Wachstum sind sie kürzer zu halten. Orchideen können lange und mehrmals blühen. Wenn die letzten Blüten verwelkt sind, sollte der alte Blütenstand nach dem Abblühen nicht gleich entfernt werden. Oft bilden sich an ihm neue Blüten aus, insbesondere bei den Phalaenopsen. Entweder der Blütenstand verlängert sich am Ende, oder es entsteht ein neuer Seitentrieb. Deshalb gibt es eine ganz einfache Regel, die für alle Orchideen gilt: Abschneiden sollte man Stengel, Triebe und Blätter bei Orchideen nur dann, wenn diese vollständig gelb oder braun (also abgestorben) sind. Alles was noch grün ist, bleibt an der Orchidee.

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